Wusstest Du, dass Dein Hund eigentlich gar keinen direkten Bedarf an Proteinen hat, sondern an den darin enthaltenen Aminosäuren? Proteine dienen im Grunde als Verpackung für diese lebenswichtigen Bausteine. Wir erklären Dir, warum Aminosäuren für Deinen Vierbeiner so wichtig sind und worauf Du bei der Fütterung achten solltest.
Was genau sind Aminosäuren?
Aminosäuren bilden das Fundament aller Proteine (Eiweiße). Sie sind für Hunde genauso unverzichtbar wie für uns Menschen. Sie verleihen den Zellen Stabilität, unterstützen den Aufbau von Organen, Muskeln, Haut sowie Fell und sind maßgeblich an der Bildung von Enzymen, Hormonen und Antikörpern beteiligt. Man nennt sie auch die „Bausteine des Lebens“, da ohne sie kein einziger Stoffwechselprozess im Körper reibungslos funktionieren würde.
Wenn Dein Hund eiweißhaltiges Futter frisst, zerlegt sein Verdauungssystem die Proteine in diese einzelnen Aminosäuren, damit der Organismus sie aufnehmen kann. Insgesamt gibt es 20 verschiedene Aminosäuren, die sich in zahllosen Kombinationen zu langen Proteinketten aneinanderreihen. Diese werden in essentielle und nicht-essentielle Aminosäuren unterteilt. Unabhängig vom Typ gilt: Fehlen dem Körper wichtige Bausteine, werden das Immunsystem und der gesamte Organismus geschwächt.
Essentielle Aminosäuren – lebenswichtig von außen
Bestimmte Aminosäuren kann der Körper Deines Hundes nicht selbst herstellen. Man nennt sie essentielle Aminosäuren. Für Hunde sind genau 10 Aminosäuren essentiell (darunter wichtige Bausteine wie Lysin, Methionin und Arginin). Da der Körper sie nicht selbst produziert, müssen sie täglich in ausreichender Menge über eine hochwertige Nahrung aufgenommen werden.
Erkennt das Verdauungssystem einen Mangel an auch nur einer dieser essentiellen Aminosäuren, gerät der gesamte Proteinstoffwechsel ins Stocken, da wichtige Ketten nicht mehr gebildet werden können. Achte daher stets darauf, dass Dein Hund ein hochwertiges Futter mit einer hohen biologischen Wertigkeit erhält. In unserem Artikel über Proteinquellen für Hunde erfährst Du alles darüber, wie Du eine optimale Balance im Futternapf schaffst.
Nicht-essentielle Aminosäuren
Im Gegensatz dazu kann der Organismus nicht-essentielle Aminosäuren aus anderen Nährstoffen bei Bedarf selbst im Körper herstellen. Sie müssen daher nicht zwingend in voller Menge im Futter enthalten sein. Dennoch sind sie keineswegs unwichtig, denn sie erfüllen ebenfalls tragende Aufgaben beim täglichen Erhalt und Aufbau der Körperfunktionen.