Fit im Winter

Fit im Winter

Klirrende Kälte, verschneite Wälder und glitzernde Landschaften: Der Winter bietet wunderbare Kulissen für ausgiebige Spaziergänge mit Deinem Vierbeiner. Doch die kalte Jahreszeit stellt auch besondere Anforderungen an die Gesundheitspflege Deines Hundes. Frostige Temperaturen, eisiger Wind, trockene Heizungsluft im Haus und aggressives Streusalz auf den Straßen setzen Haut, Pfoten und dem Immunsystem massiv zu. Mit der richtigen Vorsorge und Pflege kommt Dein Hund fit, munter und schmerzfrei durch die kalte Jahreszeit.

DOGORIE Maskottchen

1. Schutz vor Kälte und Gelenkschmerzen

Nicht jeder Hund besitzt ein isolierendes, doppeltes Haarkleid mit dichter Unterwolle. Rassen ohne Unterwolle, kurzbeinige Hunde, Welpen sowie chronisch kranke Senioren frieren extrem schnell.

  • Der Hundemantel als Gesundheitsschutz: Bei nasskalter Witterung oder Minusgraden ist ein passender, wind- und wasserabweisender Hundemantel keine Modesünde, sondern medizinisch sinnvoll. Er schützt die empfindliche Nierenpartie und die großen Muskelgruppen vor dem Auskühlen.
  • Keine Pausen auf gefrorenem Boden: Vermeide es, Deinen Hund im Winter auf kaltem Asphalt oder gefrorenem Boden absitzen oder ablegen zu lassen. Die aufsteigende Kälte begünstigt schmerzhafte Blasenentzündungen (Zystitis) und lässt chronische Gelenkerkrankungen wie Arthrose schmerzhaft aufflammen. Halte Deinen Hund während des Spaziergangs konsequent in Bewegung.

2. Das Immunsystem von innen stärken

Ein starkes Immunsystem schützt Deinen Hund vor winterlichen Erkältungswellen. Die Basis hierfür bildet eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigen Proteinen.

  • Omega-3-Fettsäuren gegen trockene Haut: Trockene Heizungsluft entzieht der Hundehaut Feuchtigkeit, was zu Schuppenbildung und quälendem Juckreiz führen kann. Die Zugabe von hochwertigen Ölen (wie Lachsöl oder Leinöl) liefert essenzielle Omega-3-Fettsäuren, die die natürliche Barrierefunktion der Haut von innen heraus stärken.
  • Gelenkschutz im Winter: Da nasskalte Witterung Gelenkschmerzen verstärkt, ist der Winter der ideale Zeitpunkt, um die Gelenke Deines Hundes gezielt zu unterstützen. Bewährte Inhaltsstoffe wie Grünlippmuschel-Extrakt, Kollagen, Hyaluronsäure und entzündungshemmendes MSM halten den Bewegungsapparat elastisch.
  • Energiebedarf anpassen: Hunde, die sich im Winter viel im Freien bewegen, benötigen mehr Energie, um ihre Körpertemperatur stabil zu halten. Beobachte das Gewicht Deines Hundes genau und passe die Futtermenge bei Bedarf leicht an.

3. Professionelle Pfotenpflege gegen Risse und Streusalz

Schnee, Eis und scharfkantiger Splitt beanspruchen die Pfotenballen extrem. Das größte Problem im Winter ist jedoch das aggressive Streusalz. Es entzieht der Ballenhaut die Feuchtigkeit, wodurch diese trocken, rissig und extrem schmerzempfindlich wird.

  • Fell einkürzen: Schneide das lange Fell zwischen den Zehen und Ballen im Winter vorsichtig mit einer abgerundeten Schere kurz. So verhinderst Du, dass sich dort schmerzhafte Schnee- und Eisklumpen festsetzen, die bei jedem Schritt wie Fremdkörper drücken.
  • Schutzfilm auftragen: Reibe die Ballen vor jedem Spaziergang mit einem natürlichen Pfotenschutz (z. B. auf Basis von Bienenwachs, Kokosöl oder Hirschtalg) ein. Vermeide Produkte auf Mineralölbasis (wie herkömmliches Melkfett oder Vaseline), da diese die Poren verstopfen und beim Ablecken Magen-Darm-Probleme verursachen können.
  • Lauwarmes Pfotenbad nach dem Ausgang: Wasche die Pfoten Deines Hundes nach jedem Spaziergang in einer Schale mit lauwarmem Wasser gründlich ab, um Salzrückstände und Eisreste vollständig zu entfernen. Rubbele die Pfoten anschließend gut trocken.

4. Achtung vor Schnee-Gastritis

Viele Hunde lieben es, im Schnee zu toben und Schneebälle zu fangen. Achte jedoch streng darauf, dass Dein Hund **keinen Schnee frisst**.

Die Kombination aus extremer Kälte, Schmutz und unsichtbaren Streusalzrückständen reizt die Magenschleimhaut des Hundes massiv. Die Folge ist eine schmerzhafte **Schnee-Gastritis**, die sich durch heftiges Erbrechen (oft mit Blutbeimengung), blutigen Durchfall und laute Magen-Darm-Geräusche äußert. Biete Deinem Hund vor dem Spaziergang zu Hause frisches Wasser an, damit er unterwegs keinen Durst hat.

5. Sicherheit in der dunklen Jahreszeit

Da es im Winter spät hell und sehr früh dunkel wird, ist eine gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr überlebenswichtig. Statte das Geschirr oder den Mantel Deines Hundes mit reflektierenden Elementen aus oder nutze ein gut sichtbares, wasserdichtes LED-Leuchthalsband. Führe Deinen Hund bei Glatteis oder unübersichtlichen Schneeverhältnissen konsequent an der Leine, um ein Ausrutschen und schmerzhafte Zerrungen im Apparat zu vermeiden.

6. Wärme und Regeneration nach dem Spaziergang

Nach einem aufregenden Schneespaziergang ist das gründliche Abtrocknen Pflicht. Rubbele vor allem den Bauch, die Beine und die Pfoten Deines Hundes gründlich mit einem Handtuch trocken. Biete ihm einen kuscheligen, zugfreien Liegeplatz an, an dem er sich in aller Ruhe aufwärmen und entspannen kann. Achte darauf, dass der Liegeplatz nicht direkt an einer heißen Heizung liegt, um einen Temperaturschock zu vermeiden.

Fazit

Mit der richtigen Vorbereitung verliert der Winter seinen Schrecken. Indem Du Deinen Hund bei Bedarf mit einem funktionellen Mantel schützt, seine Pfoten konsequent vor Streusalz bewahrst, das gefährliche Schneefressen verhinderst und sein Immunsystem über eine gezielte Gelenk- und Hautpflege von innen stärkst, steht unbeschwerten und sicheren Abenteuern im Schnee nichts mehr im Weg.

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