Parasiten beim Hund

Parasiten beim Hund: Würmer, Flöhe und Co.

Parasiten beim Hund können winzig klein oder mit dem bloßen Auge sehr gut sichtbar sein – von der millimetergroßen Milbe bis hin zur vollgesogenen Zecke. Eines haben sie jedoch gemeinsam: Sie sind lästig, können teils gefährliche Krankheiten übertragen und erfordern schnelles Handeln. In diesem Artikel stellen wir Dir die häufigsten Parasiten vor, die Deinen Hund befallen können, und zeigen, wie Du sie erkennst und bekämpfst.

DOGORIE Maskottchen

Zecken

Zecken sind kleine Spinnentiere, die sich von Blut ernähren. Man findet sie in hohem Gras, im Unterholz und an Sträuchern. Wichtig zu wissen: Zecken sind heutzutage nicht mehr nur von April bis September aktiv, sondern lauern bereits ab milden Temperaturen von ca. 7 Grad Celsius in der Natur. Sie krallen sich an vorbeilaufenden Hunden fest und suchen sich eine gut durchblutete Hautstelle. Nach jedem Spaziergang solltest Du Deinen Hund daher gründlich auf Zecken absuchen.

Es ist entscheidend, Zecken so schnell wie möglich (im Idealfall innerhalb von 24 Stunden) zu entfernen. Gefährliche Krankheitserreger wie Borreliose-Bakterien befinden sich im Darm der Zecke und gehen meist erst nach 12 bis 24 Stunden des Blutsaugens auf den Hund über.

Tipps zur sicheren Entfernung:

  • Teile die Haare Deines Hundes, um die Zecke gut sichtbar zu machen.
  • Greife die Zecke mit einer speziellen Zeckenzange, einem Zeckenhaken oder einer feinen Pinzette so nah wie möglich an der Hautoberfläche Deines Hundes.
  • Ziehe die Zecke langsam, gleichmäßig und kontrolliert heraus. Vermeide hastiges Drehen oder Quetschen des Zeckenkörpers, damit der Kopf nicht in der Haut stecken bleibt.
  • Gib vor der Entfernung niemals Öl, Klebstoff oder Alkohol auf die Zecke! Dies führt im Todeskampf der Zecke dazu, dass sie ihren infektiösen Mageninhalt in die Wunde erbricht.

Giardien

Giardien sind mikroskopisch kleine, einzellige Dünndarm-Parasiten. Sie gehören zu den häufigsten Endoparasiten bei Hunden und Katzen. Besonders Welpen, Junghunde oder immunschwache Tiere erkranken häufig daran. Die Übertragung erfolgt meist über das Schnüffeln an fremdem, infiziertem Kot, verunreinigte Pfützen oder den direkten Kontakt mit infizierten Artgenossen. Das Hauptsymptom von Giardien ist hartnäckiger, oft schleimig-gelblicher und übelriechender Durchfall. Da Giardien Zoonosen sind, können sie auch auf den Menschen übergehen. Eine Diagnose kann ausschließlich die Tierarztpraxis durch eine Kotuntersuchung stellen. Neben der medikamentösen Behandlung sind strenge Hygienemaßnahmen (wie das Waschen von Liegeplätzen bei mindestens 65 Grad) zwingend erforderlich, um eine ständige Wiederansteckung zu verhindern.

Flöhe

Flöhe sind kleine, extrem flinke Parasiten, die mit ihren kräftigen Hinterbeinen sehr weit springen können. Sie reagieren auf die Körperwärme und Atemluft Deines Hundes. Ein Flohbefall äußert sich meist durch starken Juckreiz und unruhiges Kratzen oder Knabbern. Ein weiblicher Floh legt täglich dutzende Eier, die vom Hund abfallen und sich in Teppichen, Sofas und Körbchen verteilen. Mit einem speziellen Flohkamm kannst Du das Fell Deines Hundes auf winzige, schwarze Krümel (Flohkot) untersuchen. Zur Bekämpfung ist es enorm wichtig, nicht nur den Hund tierärztlich behandeln zu lassen, sondern vor allem die komplette häusliche Umgebung intensiv zu reinigen und abzusaugen.

Milben

Milben sind winzige Spinnentiere. Häufiges und starkes Kratzen, schuppige Haut, Verkrustungen oder stellenweise kahles Fell (Alopezie) sind typische Anzeichen für einen Befall (z. B. durch Grasmilben oder Demodex-Milben). Sogenannte Ohrmilben siedeln sich hingegen tief im Gehörgang an und verursachen ein dunkles, kaffeesatzartiges Sekret sowie extremes Kopfschütteln. Da auch einige Milbenarten ansteckend für den Menschen sind und tief in die Hautschichten eindringen, solltest Du bei Verdacht auf Milben immer sofort Deine Tierarztpraxis für ein passendes Präparat aufsuchen.

Würmer

Hunde können sich über direkten Kontakt mit infiziertem Kot, beim Schnüffeln in der Natur oder (wie beim Bandwurm) durch das Fressen von Beutetieren wie Mäusen mit Würmern infizieren. Zu den häufigsten Arten zählen Spulwürmer, Hakenwürmer und Bandwürmer. Manche Würmer bleiben lange unbemerkt, können bei starkem Befall aber zu Gewichtsverlust, stumpfem Fell, Erbrechen oder einem aufgeblähten „Wurmbauch“ führen. In der Tierarztpraxis erhältst Du entsprechende Präparate (Wurmkuren).

Zusätzliche Tipps zur Parasiten-Vorbeugung:

  • Kotuntersuchungen: Anstatt Deinen Hund „blind“ auf Verdacht zu entwurmen, kannst Du über drei Tage Kot sammeln und in der Praxis auf Würmer untersuchen lassen. So wird nur dann behandelt, wenn auch wirklich ein Befall vorliegt.
  • Zeckenprophylaxe: Lass Dich beim Tierarzt über gut verträgliche Spot-Ons, Halsbänder oder Kautabletten beraten, um Zecken und Flöhe fernzuhalten.
  • Hygiene im Alltag: Wasche die Decken, Kissen und Kuscheltiere Deines Hundes regelmäßig heiß in der Waschmaschine und sauge Schlafplätze gut ab.

Wenn Du die Anzeichen kennst und Dein Tier nach Spaziergängen aufmerksam beobachtest, kannst Du einen Parasitenbefall schnell erkennen und Deinem Vierbeiner unnötiges Leid und schwere Folgeerkrankungen ersparen.

DOGORIE Hundeglück
Zurück zum Blog

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen.