Urlaub mit Hund

Reisezeit: Bereit für den Urlaub mit Hund

Für die meisten Hundebesitzer ist ihr Vierbeiner ein vollwertiges Familienmitglied. Daher kommt es kaum infrage, den treuen Begleiter während der schönsten Wochen des Jahres zu Hause zu lassen. Abgesehen von den Kosten für eine Hundepension bedeutet die lange Trennung von den Bezugspersonen für das hochsoziale Rudeltier Hund oft enormen Stress. Viel schöner ist es, neue Landschaften gemeinsam zu erkunden. Damit der Urlaub mit Hund für alle Beteiligten zu einer entspannten Auszeit wird, ist eine vorausschauende Planung das A und O.

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Urlaub mit Hund: Passt das Reiseziel zu Deinem Vierbeiner?

Bevor Du eine Unterkunft buchst, solltest Du kritisch hinterfragen, ob Euer Wunsch-Reiseziel überhaupt zu den Bedürfnissen Deines Hundes passt. Rassemerkmale, Alter und die individuelle Persönlichkeit spielen eine entscheidende Rolle. Ein sensibler oder ängstlicher Hund wird an einem turbulenten Städtetrip keinen Gefallen finden. Umgekehrt sind anstrengende Bergwanderungen in den Alpen ungeeignet für Hunde, die unter Gelenkerkrankungen wie Arthrose oder Spondylose leiden. Auch extreme Hitze im Hochsommer belastet den Kreislauf vieler Rassen massiv. Wenn die Reise für Deinen Hund mit purem Stress verbunden wäre, ist eine liebevolle Betreuung in der Heimat manchmal die tierfreundlichere Entscheidung.

Bestimmungen im Reiseland vorab prüfen

Erkundige Dich rechtzeitig vor der Buchung über die Hundefreundlichkeit Deines Reiseziels. In einigen Ländern oder Regionen herrscht an öffentlichen Plätzen, Stränden oder in öffentlichen Verkehrsmitteln eine strikte Maulkorb- und Leinenpflicht. Zudem erlauben nicht alle Restaurants oder Ferienanlagen die Mitnahme von Haustieren. Informiere Dich im Internet gezielt über die Gesetze vor Ort, um böse Überraschungen oder Bußgelder zu vermeiden.

Gesundheitsvorsorge und der EU-Heimtierausweis

Für Reisen über die deutschen Grenzen hinweg sind bestimmte bürokratische und medizinische Vorkehrungen gesetzlich vorgeschrieben:

  • Der EU-Heimtierausweis: Dieses Dokument muss im Original mitgeführt werden. Darin muss eine gültige Tollwutimpfung (mindestens 21 Tage vor der Einreise durchgeführt) tierärztlich eingetragen sein.
  • Gesetzliche Kennzeichnungspflicht: Seit Juli 2011 ist für Reisen innerhalb der EU ein elektronisch auslesbarer Mikrochip Pflicht. Tätowierungen werden nur noch dann anerkannt, wenn sie nachweislich vor dem 3. Juli 2011 gestochen wurden und noch perfekt lesbar sind.
  • Schutz vor Auslandskrankheiten: In südlichen Ländern und im Mittelmeerraum ist das Risiko für gefährliche Krankheiten wie Leishmaniose oder Herzwürmer extrem hoch. Lass Dich in Deiner Tierarztpraxis rechtzeitig über wirksame Repellentien (z. B. Spot-ons oder Halsbänder) gegen Sandmücken, Zecken und Flöhe beraten.
  • Vorsicht bei der Fütterung: Um das Risiko von Infektionen mit gefährlichen Keimen wie Salmonellen im Ausland zu minimieren, solltest Du auf Reisen auf Rohfütterung (BARF) verzichten. Füttere stattdessen hochwertiges, sterilisiertes Nassfutter oder koche Fleisch im Zweifel immer vollständig durch.

Die Packliste für Deinen Hund

Neben den wichtigen Dokumenten (EU-Heimtierausweis, Nachweis der Hundehaftpflichtversicherung) gehören vertraute Gegenstände ins Reisegepäck, um Deinem Hund am Urlaubsort Sicherheit zu geben. Packe seine gewohnte Decke oder sein Körbchen, Spielzeug, Futternäpfe und ausreichend Kotbeutel ein.

Befestige für den Ernstfall eine Plakette mit Deiner Mobilnummer (inklusive internationaler Vorwahl +49) am Halsband. Auch eine gut ausgestattete Hunde-Reiseapotheke darf nicht fehlen. Neben Verbandszeug, Zeckenkarte und einem Desinfektionsspray gehören vor allem die täglich benötigten Medikamente sowie vom Tierarzt verordnete Notfallpräparate und gut verträgliche Akutmittel gegen Reiseübelkeit oder Magen-Darm-Beschwerden hinein.

Die passende Art des Reisens wählen

Steht das Ziel fest, gilt es, den Transportweg so stressfrei wie möglich zu gestalten:

  • Reisen mit dem Auto: Dies ist für die meisten Hunde die entspannteste Variante. Du kannst flexibel Pausen einlegen, damit sich Dein Hund lösen und trinken kann. Achte auf eine vorschriftsmäßige Sicherung im Heck (Hundegitter oder stabile Transportbox) und schalte bei Sommerhitze die Klimaanlage ein.
  • Reisen mit der Bahn: In vielen Zügen dürfen Hunde mitreisen, oft ist jedoch ein Ticket zum halben Fahrpreis nötig und es gilt eine Maulkorb- sowie Leinenpflicht. Für sehr gestresste Hunde ist diese Reiseart aufgrund der vielen Reize auf den Bahnhöfen oft ungeeignet.
  • Reisen mit dem Flugzeug: Dies bedeutet für Hunde extremen Stress. Kleinere Hunde dürfen je nach Fluggesellschaft in einer Tasche mit in die Kabine, größere Hunde müssen in einer Transportbox im klimatisierten Frachtraum reisen. Nutze diese Transportart im Sinne des Tierschutzes nur, wenn es sich um einen unvermeidbaren Langzeitaufenthalt handelt.

Fazit

Ein perfekt vorbereiteter Urlaub schweißt Euch als Team noch enger zusammen. Wenn Du das Reiseziel auf die Fitness Deines Hundes abstimmst, den Impfschutz rechtzeitig aktualisierst und die Fahrt stressfrei gestaltest, steht unvergesslichen gemeinsamen Momenten unter freiem Himmel nichts mehr im Wege.

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